Wann lohnt sich die Kasko-Meldung überhaupt?
Faustregel: Schaden < 1.000 € + Selbstbeteiligung 500 € + 3 Jahre Hochstufung = oft besser selbst zahlen. Lassen Sie sich VOR der Meldung von Ihrem Versicherer ausrechnen, was die Hochstufung über die nächsten Jahre kostet.
Die 7 häufigsten Fehler
Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten:
- 1. Schaden voreilig melden, ohne Hochstufung zu prüfen
- 2. Eigenes Gutachten verzichten und Versicherer-Gutachter akzeptieren
- 3. Kaskoschaden mit Haftpflichtschaden verwechseln (Wertminderung gibt's nur bei Haftpflicht)
- 4. Reparaturwerkstatt von der Versicherung vorschreiben lassen
- 5. Bagatell-Schäden meiden ohne SB-Verrechnung zu kennen
- 6. Schaden zu spät melden (Frist: meist 1 Woche)
- 7. Bei Wildschaden falsche Versicherung wählen (Teilkasko statt Vollkasko)
Teilkasko vs. Vollkasko – Welche zahlt was?
Teilkasko deckt: Diebstahl, Brand, Sturm, Hagel, Wildschaden, Glasbruch.
Vollkasko deckt zusätzlich
Vandalismus, selbstverschuldete Unfälle, Schäden ohne erkennbaren Verursacher (Parkplatz-Rempler).
Wichtig: Bei Wildschaden IMMER Teilkasko – nutzen Sie nicht versehentlich die teurere Vollkasko, das kostet die Hochstufung umsonst.
Selbstbeteiligung clever einsetzen
Höhere SB (1.000 € statt 300 €) reduziert die Prämie spürbar – lohnt sich, wenn Sie wenig Schäden haben. Bei der Schadensregulierung darf die SB anteilig auf mehrere Schäden umgelegt werden, wenn diese in einem Schadensereignis entstanden sind.